WZB, KWI, DGS: Die Konstruktion intellektuellen Täterschaft ist nicht hinnehmbar

Pressemitteilung

WZB, KWI und DGS unterstützen Offenen Brief an die Generalbundesanwältin

Dr. Armin Flender, Pressestelle
Kulturwissenschaftliches Institut

05.09.2007

Wissenschaft stützt sich auf die Freiheit von Forschung und Lehre sowie auf die intellektuelle Unabhängigkeit derer, die diese Profession ausüben.
Aus professionsethischer Sicht ist die Argumentation der Bundesanwaltschaft, „die Konstruktion einer intellektuellen Täterschaft“, daher nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund schließen sich die Unterzeichnenden als Vertreter ihrer Fachgesellschaft bzw. ihrer Institute der Argumentation des „Offenen Briefes“ vom 9. August 2007 an die Generalbundesanwältin Monika Harms an (http://www.freeandrej.net.ms ).
Dabei beziehen wir uns mit unserer Stellungnahme nicht lediglich auf den noch nicht abgeschlossenen „Fall Andrej H.“, sondern ganz allgemein und dezidiert auf die in der Argumentation der Generalbundesanwältin enthaltene Bedrohung wissenschaftlicher und intellektueller Unabhängigkeit.

Jutta Allmendinger (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin)
Claus Leggewie (Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts NRW)
Hans-Georg Soeffner (Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie)

Kontakt:

Dana Giesecke
Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
Kulturwissenschaftliches Institut NRW
Goethestraße 31
45128 Essen
Tel. 0201-7204-208
Fax: 0201-7204-111
dana.giesecke@kwi-nrw.de
www.soziologie.de

(Quelle:
http://idw-online.de/pages/de/news224351
)