13.10. – Berlin: Rätedemokratie: aktuell oder überholt?

13. 10. um 10:30 | Robert-Havemann-Saal

Konferenz zum 90. Jahrestag von Lenins „Staat und Revolution“

Rätedemokratie: aktuell oder überholt?

„Im Sozialismus werden alle der Reihe nach regieren und sich schnell daran gewöhnen, dass keiner regiert.“
W. I. Lenin, Staat und Revolution, Werke, Bd. 25, S. 503

Die Konferenz wird sich mit der Staats- und Demokratiefrage in der Gegenwart, vor allem mit Blick auf einen zukünftigen Sozialismus beschäftigen. Gemäß der auf der 2. Marxismuskonferenz (s. http://www.marxismuskonferenz.de/, Hinweis v. delete129a] vom April 2007 (in deren Tradition sich diese Konferenz sieht) mehrfach erhobenen Forderung, nicht bloß zum Fenster hinaus zur eigenen Position zu reden, sondern in solidarischen Streitgesprächen Argumente auszutauschen, Differenzen deutlich zu machen und konzeptionelle Gemeinsamkeiten auszuloten, sollen alle Varianten der marxistisch orientierten Staatstheorie vertreten sein: Vertreter der realsozialistischen Erfahrungen, der antibürokratischen Kritik dieses „real existierenden Sozialismus“, anarchistisch beeinflusster und reformsozialistischer Staatsauffassungen.

11:00 – 13:30 Uhr Plenarveranstaltung

Rätedemokratie – aktuell oder überholt?

Podiumsteilnehmer: Uwe-Jens Heuer, Manuel Kellner, Ekkehard Lieberam, Robert Steigerwald,Thomas Wagner und Ingo Wagner

13:00 – 14:30 Uhr Mittagspause

14:30 – 16:30 Uhr Workshops

Manuel Kellner, Robert Steigerwald:
Oktoberrevolution und Kommunestaat

Helmut Steiner:
Debatten um Wirtschaftsdemokratie in Russland 1920

Ekkehard Lieberam, Thomas Wagner, NN:
Staatstheorie bei Marx, Engels, Bakunin, Lenin und Poulantzas

17:00 Uhr Schlussbemerkungen aus dem Plenum

Ausgangs- und Bezugspunkt der Konferenzdebatten ist Lenins Arbeit „Staat und Revolution“, geschrieben zwischen Juni und September 1917, unmittelbar am Vorabend der russischen Oktoberrevolution.
Unter der Fahne des dort propagierten Konzepts des Kommunestaates von Marx und Engels – der Selbstregierung des Volkes und eines Staates ohne Armee, Polizei und Beamtenapparat – fand die Oktoberrevolution statt. Im März 1918 wurde dieses Konzept auf dem Siebten Parteitag der KPR (B) bereits nicht unwesentlich korrigiert. Unter der Selbstherrschaft Stalins hatte es keine Chance mehr.
Dennoch blieb dieses Konzept, sowohl in den Ländern des Realsozialismus als auch im „westlichen Marxismus“, immer ein Bezugspunkt in der Debatte um einen neuen Typus sozialistischer Demokratie.
In einem Podiumsgespräch und in drei Workshops soll vor allem zu drei Fragen diskutiert werden:
Wie sieht die Bilanz dieser Debatte um Rätedemokratie nach 90 Jahren aus? Wie ist die Stellung der Marxisten heute zum bürgerlichen Staat und zur bürgerlichen Demokratie? Welche neuen Erfahrungen des Kampfes um die politische Macht der arbeitenden Klassen zeichnen sich heute ab?

Konferenzgebühr: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €

Aufgrund der begrenzten Platzkapazität wird um verbindliche Anmeldung für die Konferenz gebeten. Anmeldungen können erfolgen über

Ekkehard Lieberam (el-leipzig@gmx.net)
Michael Mäde (michaelmaede@gmx.net)

Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass am nächsten Tag (14.10) ebenfalls im Haus der Demokratie und Menschenrechte eine Konferenz antikapitalistischer Linker stattfindet (Einladung zu einer Sozialistischen Koordination)

Veranstalter: Marx-Engels-Stiftung e.V., Bildungsgemeinschaft Salz e.V., Marxistisches Forum Sachsen

(Quelle:
http://www.hausderdemokratie.de/artikel/programm.php4
)


BRD: Aufruf zur Konferenz antikapitalistischer Linker am 14. Oktober 2007

Wann: Sunday, October 14 2007 @ 01:00 CEST – 01:00 CEST
Wo: Veranstaltungsort: Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Beschreibung: Einladung zur SOZIALISTISCHEN KOORDINATION

Auf Grund der eingeschränkten Platzkapazität bitten wir um verbindliche Anmeldungen unter folgenden Zentraladressen:

Angela Klein am-klein@arcor.de
Sebastian Gerhardt moominek@aol.com

______________________________________________________________ Gemeinsam nachdenken, gemeinsam handeln! für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg
Koordinierung für eine starke linke Politik Wir schlagen eine kontinuierliche Koordination der antikapitalistischen Kräfte mit klarer sozialistischer Orientierung – Organisationen, Strömungen Einzelpersonen – innerhalb und außerhalb der Partei „Die Linke“ vor und halten es für dringlich, über die Formen dieser Kooperation zu sprechen.

Ablaufplanung:
Die Ablaufplanung geht allen angemeldeten TeilnehmerInnen am 01. Oktober zu.

Wir weisen darauf hin, dass am Tag zuvor, ebenfalls im Haus der Demokratie und Menschenrechte, eine Konferenz zu „Staat und Revolution“ stattfindet, die von SALZ, Marx Engels Stiftung und Marxistischen Forum Sachsen getragen wird.

(Quelle:
http://linke.cc/news/calendar_event.php?eid=20070824002556722
)