Flammende, kommunistische Grüsse aus der Schweiz / Laut Nachrichtenagentur AP Millionenschaden bei Anschlag auf MAN

Aktion gegen MAN in Otelfingen

Themen | Krieg+Militarismus | Repression/Knast 20-09-2007 12:27

AutorIn : MAN Burn

Flammende, kommunistische Grüsse, haben wir bei der MAN in Otelfingen hinterlassen, für die vier in Berlin verhafteten Genossen und Marco Camenisch der sich im Hungerstreik befindet, hinterlassen. Ihnen wird die Mitgliedschaft in der „mg“ (Militante Gruppe) vorgeworfen. Damit greifen wir die Aktion gegen MAN auf, an der die Drei beteiligt gewesen sein sollen.

Während drei der Genossen angeblich auf frischer Tat ertappt wurden, wurde dem vierten sonstige politische Arbeit zum Verhängnis. Er soll in seinen Texten Begriffe, Ausdrücke und anderes verwendet haben die die „mg“ ebenfalls verwendet hat, in ihren Erklärungen und den sonstigen Publikationen. Dies haben die Chergen des Kapitals mittels Auswertung von Internetverbindungen und der Verfolgung von Google-Anfragen rausgefunden. Dass die thematisierung von beispielsweise Stadtentwicklung die Verwendung von ähnlichen oder gar gleichen Begriffen voraussetzt oder zumindest begünstigt scheint klar. Der vierte Verhaftete und die „mg“ haben dies thematisiert. Für den deutschen Staat ist dies allerdings schon Beweis genug, dafür ist der Paragraph 129a (terroristische Vereinigung) schliesslich da. Kritisch sein macht gefährlich! Er wurde inzwischen wieder auf freien Fuss gesetzt, die Anschuldigungen bleiber aber bestehen.
Die anderen drei Verhafteten waren allem Anschein nach ebenfalls schon länger im Visier der Staatsschützer und wurden nun festgenommen. Die Staatsanwaltschaft bringt sie in Zusammenhang mit der „mg“ weil Ziel, Tatzeit und Tathergang übereinstimmen. Dass das allerdings weit hergeholt ist scheint klar, schliesslich sind Anschläge gegen die Bundeswehr und ihre Lieferanten nicht nur Sache der „Militanten Gruppe“ und dass dies nicht mitten am Tag geschieht liegt auch in der Logik der Sache.
Ob die drei Genossen nun an der Aktion beteiligt waren oder nicht, ob sie zur „mg“ gehören oder nicht spielt für uns eine untergeordnete Rolle. Unsere Solidarität gilt allen vier und natürlich der Struktur die mit diesem Angriff gemeint war.

Schreckgespenst „mg“
Brennende Luxuskarossen der deutschen Wirtschafts- und Politführung, als direkte Aktionen gegen Sozialabbau und Ausbeutung, Anschläge gegen Polizeiautos und damit den Repressionsapparat. Gegen den Konzern MAN der die deutsche Bundeswehr beliefert, die damit die imperialistischen Gelüste der Bourgeoisie, z.B. in Afghanistan, umzusetzen versucht.
Das alles wäre, in Zeiten von Terrorhisterie, Erklärung genug um die Hetze und den Schlag gegen angebliche Mitglieder der „mg“ vor dem G8 in Heiligendamm, die Observierungen und anschliessenden Verhaftungen vor einem Monat zu erklären. Es geht aber um mehr!
Die „Militante Gruppe“ ist angetreten in der Praxis mit Aktionen, sie sind Angetreten auch auf einem theoretischen Feld um die Diskussion über militante, kommunistische Politik zu führen.
Diese Theorie und die dazugehörende Praxis die die „mg“ immer in Verbindung mit der Ausbeutung und der Repression, des imperialismus und der damit verbundenen Kriegsführung gebracht hat macht sie zur Zielscheibe. Die Kontinuität und dass die Diskussionen aufgenommen wurden lässt den Bourgeois und Staatsschützern keine Ruhe.
Natürlich auch nicht in dem Jahr in dem sich die Ermordung der Gefangenen aus der RAF im Stammheimer Knast zum 30sten mal Jährt. Desshalb werden alle Anstrengungen unternommen diese Struktur zu zerschlagen. Wichtig ist aber dass die Diskussionen weitergeführt und die Praxis weiterentwickelt wird.

In diesem Sinne Grüssen wir auch die Gefangenen in Italien die am 12. Februar, wegen des Aufbaus der PC p-m, verhaftet wurden. Im speziellen auch Marco Camenisch im Hungerstreik und denjenigen sie sich im Solidaritäthungerstreick befinden.

mg (militante GenossInnen)

1 Inhaltliche Ergänzung

keine isolationa
21.09.2007 18:29
wir solidarisieren und mit dieser aktion und danken für diese radikale unterstützung der gefangenen.
es ist ein wichtiger teil der solidarität mit den gefangenen und wir sollten nicht vergessen, dass es ein gemeinsamer kampf ist, dass wir nicht für die gefangenen, sondern mit den gefangenen kämpfen. wichtig erachten wir auch, das der radikale kampf niemals isoliert werden darf, was allerdings viel zu oft gemacht wird.
drinnen und draussen, der kampf geht weiter
solitarität mit marco, jose und gabriel und allen revolutionären gefangenen!
mit anarchistische grüssen

AutorIn: anarchistische solidarität

(Quelle:
http://ch.indymedia.org/de/2007/09/52660.shtml?c=on84343#comments
;
Hervorhebung im Text hinzugefügt)


Millionenschaden bei Brandanschlag auf Schweizer MAN-Niederlassung

Bekennerbrief nimmt Bezug auf deutsche «militante gruppe»

Otelfingen/Schweiz (AP) Ein Brandanschlag auf die Schweizer Niederlassung des deutschen Lastwagenkonzerns MAN in Otelfingen im Kanton Zürich hat in der Nacht zum Donnerstag einen Millionenschaden verursacht. In einem Bekennerbrief wird ein Bezug zur deutschen «militanten gruppe» (mg) und zu Marco C. hergestellt, der in der Schweiz als «Ökoterrorist» bekannt ist.

Die Feuerwehr wurde um 01.15 Uhr von einem Passanten alarmiert, nachdem auf dem Firmengelände der MAN Nutzfahrzeuge AG Feuer ausgebrochen war, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Beim Eintreffen der Löschkräfte standen auf dem umzäunten Areal zwei Reisebusse in Flammen. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf angrenzende Fahrzeuge und das Firmengebäude verhindern. Die beiden fabrikneuen Busse wurden aber vollständig zerstört.

Durch die Hitzeeinwirkung entstand auch an weiteren abgestellten Fahrzeugen sowie am Firmengebäude Sachschaden, der auf mehr als eine Million Franken geschätzt wird. Verletzt wurde niemand. Die Spezialisten der Kantonspolizei Zürich gehen von Brandstiftung aus. Ein Bekennerschreiben wurde an verschiedene Redaktionen gefaxt. Darin heißt es: «Angriff… Feuer und Flamme der MAN in Otelfingen.» Außerdem enthielt das Schreiben Hinweise auf die «militante gruppe».

In Brandenburg waren Anfang August vier Linksextremisten verhaftet worden. Drei von ihnen hatten versucht, Bundeswehrfahrzeuge in Brand zu stecken. Den zwischen 35 und 46 Jahre alten Männern aus Berlin wird unter anderem Mitgliedschaft in der «militanten gruppe» (mg) vorgeworfen. Die Gruppe, die seit 2001 in Berlin und Umgebung agiert, ist laut Verfassungsschutz für mindestens 25 Anschläge verantwortlich, darunter einen Molotow-Cocktail-Wurf gegen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung am 9. November 2005 in Berlin-Steglitz.

Der als «Ökoterrorist» bekannt gewordene Marco C. hatte vergangene Woche einen 14-tägigen Hungerstreik angekündigt, um sich mit den in Deutschland inhaftierten «anarchistischen Revolutionären» zu solidarisieren. C. hatte in den 70-er Jahren mit Anschlägen auf Elektrizitätsanlagen und spektakulären Fluchtversuchen für Aufsehen gesorgt. Er wurde im März zudem wegen der Ermordung eines Grenzwächters 1989 zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und sitzt zur Zeit in der Strafanstalt Pöschwies in Regensburg.

(Quelle:
http://www.on-live.de/nachrichten_226_DEU_HTML.php?text=20070920APD9956.xml
)

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