JuSos für die Rote Hilfe:

Die letzten Tage waren geprägt von einer beispiellosen Hetze gegen die Mitgliedschaft unserer Bundesvorsitzenden Franziska Drohsel in der “Roten Hilfe e.V.”.
Die Kampagne gegen die längst bekannte Mitgliedschaft von Franziska ging von dem Zentralorgan der neuen Rechten, der “Jungen Freiheit”, aus, und wurde leider von Teilen der Sozialdemokratie, namentlich den Hamburger Jusos, leidenschaftlich bedient.
Das war gefundenes Fressen für die Medien, die mit immer neuen Rücktrittsforderungen aus der Union Schlagzeilen machen konnten.
Sowohl Verband als auch Partei stehen mit großer Mehrheit hinter Franziska.
Die unsachliche Auseinandersetzung, die sich schließlich darauf reduzierte, Franziska Sympathien für die RAF zu unterstellen, schien kein Ende zu nehmen.
Wir bedauern den Schritt von Franziska, aus der “Roten Hilfe e.V.” auszutreten, und können ihn dennoch voll und ganz nachvollziehen.
Es bestand die Gefahr, dass ihre politische Arbeit als Vorsitzende ganz und gar auf ihre Mitgliedschaft in diesem Rechtshilfeverein reduziert würde.
Nichtsdestotrotz bleibt für uns festzustellen:
Die “Rote Hilfe e.V.” ist eine Solidaritätsorganisation der gesellschaftlichen Linken, die strömungsübergreifend Rechtsbeistand organisiert, wo Menschen aufgrund ihres politischen Engagements in Konflikt mit der Justiz geraten.
Für uns Jusos ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir das Anliegen unterstützen, dass Jeder und Jede, die auf einer Demonstration gegen Nazis, Atomtransporte oder bei globalisierungskritischen Aktionen festgenommen wird, ein Rechtsbeistand organisiert wird. Und wir unterstützen den solidarischen Ansatz, dass die oft horrenden Kosten, die solche Verfahren nach sich ziehen, zumindest teilweise durch die “Rote Hilfe e.V.” abgefedert werden.
Dabei bleibt festzuhalten:
Keinesfalls stellen wir uns hinter alle Forderungen, die die “Rote Hilfe e.V.” erhebt.
Genausowenig billigen wir alle Aktionsformen, die Menschen anwenden, die Unterstützung durch die “Rote Hilfe e.V.” erfahren.
Aber wir wollen ein deutliches Zeichen setzen gegen die Hetze der Konservativen, die die Solidarität unter Linken mit Terrorismus gleichsetzen wollen.
Daher rufen wir alle Jusos auf, die “Rote Hilfe e.V.” zu unterstützen und damit zu zeigen: Die Linke lässt sich nicht spalten!
Wenn Ihr diesen Aufruf mit Eurem Namen unterstützen wollt, schreibt eine mail an jusosfuerdierotehilfe@googlemail.com.

Unterstützer:
Felix Frenzl, stellv. Vorsitzender Jusos Marzahn-Hellersdorf, Berlin
Elisa Rabe, Sprecherin Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Fabian Weißbarth, Sprecher Jusos Nordost, Berlin
Robert Wolf, Mitglied der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Lars Grajewski, Jusos, NRW
Sabrina Schmidt, AK Antifa, Jusos Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
Martin Hikel, KV Neukölln, Berlin
Tim Schülzgen, Jusos Nordost, Berlin
Judith A. Rädlein, Mitglied im Landesvorstand der Jusos, Thüringen
Fabian Pfeiffer, Mitglied des SprecherInnenrates der Jusos, Jena
Juso Unterbezirk Holzminden, Niedersachsen
Corinna Schwetasch, stellv. Juso-Landesvorsitzende, Berlin
Björn Christoph Eggert, stlv. Vorsitzender der SPD-Abteilung am Südstern, Berlin Kreuzberg
Norbert Rupsch, Jusos Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
Florian Dieckmann, Kreissprecher der Jusos Spandau, BVV Spandau, Berlin
Daniel Cammann, stv. Juso-Landesvorsitzender, Berlin
Fabian Schmitz, ehm. Juso-Landesvorsitzender, Mitglied des SPD-Parteirats, Mitglied der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Malte Clausen, Jusos Steglitz-Zehlendorf, Berlin
Anne Knauf. Sprecherin der Juso-Hochschulgruppen, Berlin
Philipp Kramp, Jusos NordOst, Berlin
Johannes Reichersdorfer, Sprecher Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Leo Lölhöffel, Sprecher Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Peter Hartig
Juso-Hochschulgruppe Humboldt-Universität, Akademischer Senat HU,
Statusgruppensprecher der Studierenden der HU, Berlin
Jan-Christopher Rämer, Vorsitzender Jusos Neukölln, Berlin
Günther Schulze, Vorsitzender der AG Migration SPD Steglitz-Zehlendorf, Berlin
Lukas Hirschmann
Lars Rauchfuß, Jusos Tempelhof-Schöneberg, Berlin
Juliane Siegel, Jusos-Nordost, Berlin
Manuel Vowinkel, Vorstand Juso KV Stuttgart, Sprecher Juso AG Stammheim, Baden-Württemberg

(Quelle:
http://jusosfuerdierotehilfe.blogsport.de/2007/12/01/3/
)


Diese linksextreme Jungsozialistin…

3. Dezember 2007 in Allgemein

Die neue Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel musste in den letzten Tagen reichlich Kritik einstecken, war doch offenbar geworden, dass sie Mitglied in der “Roten Hilfe” ist. Da gabs ne Menge Hetze von ganz rechts außen bis in die eigenen Reihen hinein. Die ganze Geschichte kann man in etlichen Blogs [z.B. hier: ( 1 ), ( 2 ), ( 3 ), ( 4 ), ( 5 ), ( 6 ), ( 7 ), ( 8 ) ] nachlesen.
Die Hetze scheint weitere Kreise zu ziehen. Es gibt eine recht merkwürdige Homepage mit der URL www.stoppt-drohsel.de (wird hier mal nicht direkt verlinkt…). Dort schreiben selbst ernannte “Extremismus”-Gegner und ihre Anhänger, “dem Extremismus keine Chance” und so.
Besonders gruselig wird es dann, wenn man ins Gästebuch der Seite schaut. Dies dient einzig und allein dem Zweck, den eigenen Unmut über die Drohsel abzuladen. Dort tummeln sich dann allerlei komische Leute, die den “Linksfaschisten” den Kampf ansagen. Und unter die “Demokraten der Mitte” mischen sich Nationalisten/Patrioten/Nazis/sonstige Faschos. Die Mods löschen ab und an den einen oder anderen allzu offensichtlichen Nazi-Post (wie den der “Nationalisten Oberfranken”), aber ne Menge bleibt stehen und für alle lesbar (mittlerweile über 170 Einträge). So war bis eben noch der Eintrag eines A.J. Voigt sichtbar, der seinen Roman “Der letzte Patriot” feil bietet, erschienen im rechtsextremen “Neuteutonia”-Verlag. Eine breite Querfront, die da gegen die Juso-Vorsitzende gebildet wird.
Es wird höchste Zeit, in die “Rote Hilfe” einzutreten! Das geht ganz schnell, und zwar hier! Die hier haben es vorgemacht!

(Quelle:
http://locura.blogsport.de/2007/12/03/diese-linksextreme-jungsozialistin/
)


Hamburger Jusos und “Junge Freiheit” gemeinsam gegen Linke

rebo am 1. Dezember 2007 in Allgemein

Die Jusos haben seit Ende November einen neuen Bundesvortstand. Mit 76% der Stimmen wurde Franziska Drohsel auf dem Bundeskongress der Jusos gewählt. Nicht alle Mitglieder der SPD-Jugend sind davon begeistert: Drohsel gilt als Vertreterin des linken Flügels, der dem neoliberalen Kurs der Mutterpartei kritisch gegenüber steht.
Doch nicht genug: Drohsel ist Mitglied in der “Roten Hilfe”, einer bundesweiten strömumgsübergreifenden Organisation, die alle Leute unterstützt, die “die wegen ihres linken politischen Engagements von der Justiz verfolgt und mit Verfahren überzogen werden.” Schlimm: Die Solidarität der Roten Hilfe gilt auch ehemaligen Mitgliedern der RAF, die 30 Jahre nach dem “deutschen Herbst” immer noch im Gefängnis sitzen.
Öffentlich thematisiert wurde Drohsels Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe erstmals von der “Jungen Freiheit” einer Zeitung die als Schnittstelle zwischen nationalkonservativen Kreisen und bekennenden Nazis gilt, und das Ziel verfolgt, rechtsradikale Positionen im Mainstream zu etablieren.
Mehrere SprecherInnen von CDU/CSU und FDP witterten daraufhin einen handfesten Skandal und forderten den Rücktritt Drohsels. Durch deren Mitgliedschaft in einer vom Verfassungsschutz als “linksextrem” bezeichneten Organisation sei “unsere Demokratie bedroht”, so die drei jungen CDU-Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz, Dorothee Bär und Julia Klöckner.
Bei so viel kollektiver Empörung durften auch die Hamburger Jusos nicht fehlen. Diese sind bundesweit verschrien weil sie dem Hamburger SPD-Rechtsaußen Johannes Kahrs nahestehen. In einer Presseerklärung echauffieren sich die Jusos darüber, dass “sich die Mehrheit des Bundeskongresses der Jusos geweigert hat, sich innerhalb ihres Arbeitsprogrammes von linken Gruppierungen zu distanzieren, die sich nicht zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der BRD bekennen.” Ihre neue Vorsitzende fordern sie auf, aus der Roten Hilfe auszutreten, und kündigen an, auf ihrer nächsten Landesdeligiertenkonferenz ein “deutliches Zeichen gegen Extremismus jeglicher Art” zu setzen.
Extremismus jeglicher Art? Kommt uns irgendwoher bekannt vor. Genau, da war doch was: Im Studierendenparlament haben die Jusos mit den anderen AStA-listen durchgesetzt dass der “Ausschuss für antifaschistische Politik” umbennant wird in “Ausschuss gegen Rechtsund anderen Extremismus”. Dieser soll sich laut Arbeitspapier beschäftigen mit der “Situation der Uni zur Zeit des Nationalsozialismus und der R.A.F.” Mal unabhängig davon wie man zur RAF steht, aber die Nennung von RAF und Nationalsozialismus in einem Atemzug erweckt bei uns doch eher den Eindruck dass unsere Jusos da im Geschichtsunterricht geschlafen haben. “Extremismus” ist ein politischer Kampfbegriff, mit dem alle in einen Topf geworfen werden, die an der “freiheitlich demokratischen Grundordnung” etwas auszusetzen haben – egal ob sie diese ablehnen weil sie eine neue faschistische Dikatur zum Ziel haben, oder ob sie für eine Gesellschaft eintreten in der auch die Ökonomie demokratischen Regeln unterworfen ist.
Wer sich in diesem Staat einsetzt für eine demokratischere Gesellschaft und gegen Sozialabbau und andere Schweinereien gerät schnell ins Visier von Verfassungsschutz und Polizei. Deshalb ist es wichtig sich gemeinsam und strömungsübergreifend gegen staatliche Repression zusammenzuschließen. Macht es wie die neue Jusovorsitzende: Werdet Mitglied bei der Roten Hilfe.
http://www.rote-hilfe.de

(Quelle:
http://allchangeplease.blogsport.de/2007/12/01/hamburger-jusos-und-junge-freiheit-gemeinsam-gegen-linke/
)

Siehe auch noch unsere Anmerkung am Ende von:
http://delete129a.blogsport.de/2007/12/01/back-in-the-70ies-juso-vorsitzende-tritt-aus-roter-hilfe-aus/

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Diesen Beitrag bei social bookmarking-Diensten verlinken:

del.icio.us LinkARENA Lufee Lesezeichen bei Mr.Wong setzenMr. Wong
Auf oneview speichernoneview — WebnewsWebnews — WikioLesezeichen bei Yigg setzenyigg it

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


2 Antworten auf „JuSos für die Rote Hilfe:“


  1. 1 Hella 30. März 2010 um 23:48 Uhr

    Jaja, hauptsache man hat so richitg Verwirrung und Chaos angerichtet …
    Heilige Einfalt!

  1. 1 classless Kulla Trackback am 06. Dezember 2007 um 13:06 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.